VPN schnell, einfach und unkompliziert auf dem Computer installieren
Richten Sie schnell eine sichere VPN-Verbindung auf Ihrem Computer ein: Anleitungen für Windows, macOS und Ubuntu, Protokollauswahl, Tipps für Anonymität und das Umgehen von Sperren
Möchten Sie grenzenlose Möglichkeiten beim Surfen im Netz genießen? Legen Wert auf vollständige Anonymität und Sicherheit im Internet? Sind regionale Sperren für Sie kein Thema? Dann verbinden Sie sich mit einem virtuellen privaten Netzwerk, einem VPN, um Ihre Online-Aktivitäten abzusichern. Diese zuverlässige Lösung schützt Sie vor vielfältigen Risiken und bietet Ihnen zahlreiche Vorteile für stabiles und funktionales Arbeiten.
Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick darauf, welche Programme sich gut eignen, um VPN auf dem Computer einzurichten, und erläutern deren Besonderheiten. Außerdem zeigen wir, wie Sie Ihr virtuelles privates Netzwerk unter Windows, Mac OS und Ubuntu (GNU/Linux-Distribution) konfigurieren.
Lernen Sie die Programme zum Einrichten eines VPN auf dem Computer kennen
Wenn Sie vorhaben, VPN auf Ihrem Rechner zu nutzen, empfehlen wir Ihnen, einen Blick auf diese zwei Programme zu werfen:
- OpenVPN.
- WireGuard.
Beide Varianten überzeugen in der Praxis durch stabile Leistung und hohe Funktionalität. Damit Sie sich leicht für die passende Lösung entscheiden können, stellen wir Ihnen jedes Programm im Detail vor.
OpenVPN: beliebtes VPN-Protokoll für den Computer
OpenVPN ist ein bekanntes und weitverbreitetes Protokoll für virtuelle private Netzwerke. Es nutzt VPN-Methoden, um zuverlässige Punkt-zu-Punkt- und Site-to-Site-Verbindungen herzustellen. Entwickelt wurde es 2001 von James Yonan und hat über die Jahre nichts von seiner Funktionalität und Beliebtheit eingebüßt. Zudem wurde das Protokoll mit einer Open-Source-Anwendung ausgestattet, was seine Verbreitung weiter förderte.
Der Zweck von OpenVPN besteht darin, Verbindungen zwischen Client und Server sicherzustellen. In der Regel wird es verwendet, um einen geschützten "Tunnel" zwischen VPN-Client und VPN-Server zu schaffen. Für die Verschlüsselung und Validierung nutzt es die OPENSSL-Bibliothek. OpenVPN kann außerdem UDP (User Datagram Protocol) und TCP (Transmission Control Protocol) für die Datenübertragung einsetzen. Beide, UDP und TCP, sind Protokolle auf der Transportschicht für den Netzwerkverkehr. TCP gilt als sicherer, da es Fehler kompensieren kann – es sendet Pakete erst nach Empfang einer Bestätigung erneut oder weiter. UDP ist schneller, birgt aber ein höheres Fehlerrisiko.
OpenVPN nutzt hauptsächlich UDP, weshalb der Zugangserver zunächst versucht, eine UDP-Verbindung herzustellen. Scheitert dies, erfolgt ein Versuch über TCP. Dank seiner speziellen Sicherheitscodierung kann OpenVPN HTTP- und NAT-Barrieren ohne Probleme überwinden.
Weitere herausragende Merkmale der Anwendung sind:
- Open Source: OpenVPN gehört keiner einzelnen Organisation, jeder kann den Code prüfen oder verbessern. Hauptsächlich kommt eine 256-Bit-OpenSSL-Verschlüsselung zum Einsatz, zusätzlich sind die Chiffren AES, Camellia, 3DES, CAST-128, Blowfish für erhöhten Schutz verfügbar.
- Alternatives Protokoll: OpenVPN unterstützt kein L2TP, IPSec oder PPTP, bietet jedoch eine Alternative basierend auf TLS und SSL. Die Authentifizierung lässt sich mit Plugins und Skripten erweitern. Nutzer können sich mit Servern verbinden, die nicht Teil des OpenVPN-Servers sind, da individuelle Subnetze angelegt werden können.
- Sicherer Nutzerzugang: OpenVPN bietet tls-auth zum Schutz vor Pufferüberläufen in TLS/SSL-Implementierungen, DOS-Attacken, Portscans und -überfüllungen. Das Framework ermöglicht bei Bedarf das Zurücksetzen der Autorisierung und bietet "jail" Chroot für CRL.
- Läuft im User-Space, nicht im Kernel: OpenVPN gilt als eines der sichersten VPN-Protokolle heute.
Zahlreiche Dienstanbieter und Sicherheitsexperten empfehlen die Installation von OpenVPN auf Computern, um die Privatsphäre zu schützen und Angriffe oder Überwachung effektiv abzuwehren. Wenn Sie OpenVPN installieren möchten, laden Sie das Programm direkt von der offiziellen Webseite https://openvpn.net/community-downloads/ herunter.
WireGuard: jung, aber kraftvoller Konkurrent
Das VPN-Protokoll WireGuard bietet eine effiziente Methode zur Verbindung von zwei Netzwerken – lokal und remote. Dies geschieht über Verschlüsselungs- und Authentifizierungsprotokolle. Obwohl OpenVPN seit zwei Jahrzehnten den Markt dominiert, gewinnt WireGuard als verlässliche Alternative zunehmend an Anerkennung.
Die Stärken von WireGuard:
- WireGuard ist ein Protokoll mit mehreren Versionen, das regelmäßig aktualisiert wird und für jede Version eigene Verschlüsselung verwendet. OpenVPN dagegen ändert seinen Verschlüsselungsalgorithmus nur auf Administratoranfrage.
- Erhöhte Verbindungsgeschwindigkeit: WireGuard beeindruckt durch seine außergewöhnliche Übertragungsrate von Datenpaketen durch den Tunnel. Das liegt daran, dass es im Kernelspace arbeitet und so die CPU-Leistung optimal nutzen kann. Im Vergleich zu OpenVPN bietet WireGuard bei ähnlichem Ressourcenverbrauch deutlich höhere Geschwindigkeit und niedrigeren Ping. Tests zeigen, dass WireGuard OpenVPN in Geschwindigkeit und Latenz um das Dreifache übertrifft! Zudem sinkt die Verzögerung, da OpenVPN bei der Verbindung zum Server einen aufwändigen Standard-Check durchführt.
- Kompakter Code: Mit nur etwa 4.000 Codezeilen gegenüber 70.000 bei OpenVPN erkennt der WireGuard-Server die notwendigen Verschlüsselungs- und Kommunikationsstandards sofort. Das minimiert Fehler- und Sicherheitsrisiken, erleichtert Wartung und Audits und steigert die Zuverlässigkeit.
- Erhöhte Sicherheit: OpenVPN verwendet Zertifikate zur Identifikation und Verschlüsselung, die Zusatzinfos wie Organisationszugehörigkeit und Ablaufdatum enthalten. WireGuard hingegen nutzt eine Verschlüsselung mit öffentlichen Schlüsseln, bei der die Schlüssel nur die Daten zum Entschlüsseln enthalten. Das macht die Verschlüsselung einfacher und weniger angreifbar gegenüber Downgrade-Attacken. Der kürzere Code fügt außerdem eine zusätzliche Schutzebene hinzu.
Allerdings ist zu beachten, dass WireGuard bei seinem Start 2020 als experimentelle Technologie eingeführt wurde. Es braucht noch einige Zeit, bis es vollständig ausgereift ist und kleinere Unstimmigkeiten behoben sind. Gelegentlich wurde WireGuard kritisiert, weil es früher Windows nicht unterstützte – dieses Problem ist heute behoben.
Die bestehenden kleinen Mängel haben die Verbreitung von WireGuard nicht gebremst. Wenn Sie sich für ein VPN mit WireGuard-Unterstützung entscheiden, profitieren Sie von einer zuverlässigen und stabilen Lösung. Die Datenschutzrichtlinien werden strikt eingehalten, Protokolle werden nicht gespeichert. Laden Sie WireGuard VPN für den Computer am besten von der offiziellen Entwicklerseite https://www.wireguard.com herunter.
VPN auf dem Computer einrichten
Jetzt, wo Sie wissen, welche Programme sich für die Arbeit mit virtuellen privaten Netzwerken eignen, ist es an der Zeit, die korrekte Installation und Konfiguration von VPN auf dem Computer zu erlernen. Der Ablauf variiert je nach Betriebssystem auf Ihrem Gerät. Wir betrachten die drei aktuell populärsten Systeme:
- Mac OS.
- Windows.
- Ubuntu.
Zunächst möchten wir Sie mit Begriffen vertraut machen, die in allen Anleitungen auftauchen: L2TP ist eine Erweiterung von PPTP, die von Anbietern für VPNs verwendet wird. IPsec ist ein Sicherheitsprotokollsatz, und IKEV2 ist ein Protokoll, das sichere IPsec-Verbindungen herstellt.
VPN unter Mac OS einrichten
Zum Verbinden mit einem virtuellen privaten Netzwerk geben Sie bestimmte Konfigurationsparameter in den Einstellungen unter „Netzwerk“ ein. Diese können die Adresse des VPN-Servers, den Benutzernamen sowie notwendige Authentifizierungsdaten wie Passwort oder Login enthalten. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Netzwerkadministrator oder VPN-Anbieter.
Folgende Schritte führen Sie durch die Einrichtung:
- VPN-Verbindung einrichten: Haben Sie eine Konfigurationsdatei vom Administrator oder Anbieter erhalten, doppelklicken Sie darauf, um die Verbindung zu installieren. Falls nicht, können Sie die Parameter manuell eingeben.
- Manuelle Eingabe: Öffnen Sie auf Ihrem Mac über das Apple-Menü die „Systemeinstellungen“ und klicken Sie auf „VPN“ in der Seitenleiste (ggf. Fenster nach unten scrollen).
- Klicken Sie auf „VPN-Konfiguration hinzufügen“ rechts oben und wählen Sie den gewünschten VPN-Verbindungstyp. Vergeben Sie einen Namen für das neue VPN im Feld „Anzeigename“. Für die L2TP über IPsec-Konfiguration wählen Sie die passende Option aus dem Dropdown-Menü. Für einfache Einstellungen genügt die Auswahl „Standard“.
- Geben Sie nun die Verbindungsparameter passend zum Netzwerktyp ein, etwa die IP des Servers, Benutzernamen, Passwort und die Authentifizierungsmethode. Ergänzende Angaben tragen Sie bei Bedarf ebenfalls ein.
- Bei L2TP über IPsec müssen unter Umständen „Optionen“, „TCP/IP“, „DNS“ und „Proxy“ festgelegt werden. Bei Cisco IPSec oder IKEv2 sind meist „DNS“ und „Proxy“ nötig. Danach klicken Sie auf „Erstellen“.
Zum Anzeigen oder Ändern von VPN-Einstellungen wählen Sie im Apple-Menü „Systemeinstellungen“ und dann „VPN“ in der Seitenleiste (ggf. nach unten scrollen). Rechts neben dem VPN-Dienst klicken Sie auf „Informationen“. Nehmen Sie beliebige Änderungen vor und bestätigen mit „OK“ oder brechen mit „Abbrechen“ ab.
Zum Entfernen eines VPN öffnen Sie ebenfalls „Systemeinstellungen“ im Apple-Menü, scrollen herunter und wählen in der Seitenleiste „VPN“. Neben dem VPN-Dienst klicken Sie auf „Info“ und dann auf „Konfiguration löschen“, um das Entfernen zu bestätigen.
Zur Verbindung und zum Wechseln zwischen VPN-Diensten können Sie das VPN-Symbol in der Menüleiste nutzen.
VPN unter Windows einrichten
- Hier erklären wir, wie Sie mit dem in Windows integrierten L2TP/IPsec-Client (Windows 7, 8, 8.1, 10, 11, Vista, XP, RT, Server 2003, 2008, 2012, 2016, 2019) eine VPN-Verbindung herstellen. Gehen Sie wie folgt vor:
- Vorbereitungen: Öffnen Sie das Netzwerk- und Freigabecenter über Windows + R und geben „Control.exe /name Microsoft.NetworkAndSharingCenter“ ein, oder suchen Sie in der Systemsteuerung unter "Netzwerk und Internet". Klicken Sie auf „Neue Verbindung oder neues Netzwerk einrichten“.
- Wählen Sie „Mit Arbeitsbereich verbinden“. Dann „Meine Internetverbindung verwenden (VPN)“. Wählen Sie Ihren gewünschten VPN-Server. Wichtig: Für L2TP/IPsec (Windows, MAC, iPhone, Android) wird kein Client benötigt; stellen Sie sicher, dass der Server in der Liste die L2TP/IPsec-Unterstützung aktiviert hat.
- Zum Verbinden filtern Sie die Serverliste nach dem Häkchen bei L2TP/IPsec und klicken auf „Serverliste aktualisieren“. Nutzen Sie die DDNS-Hostname (endet auf „.opengw.net“) oder die IP-Adresse und tragen diese bei „Internetadresse“ ein. Die DDNS-Adresse ist vorteilhaft, da sie IP-Adressänderungen unberührt lässt, in einigen Ländern kann es aber nötig sein, die IP zu verwenden.
- Geben Sie VPN-Benutzerdaten ein, wenn das Login-Fenster erscheint, und markieren Sie „Passwort speichern“. Gehen Sie zurück ins Netzwerk- und Freigabecenter, klicken Sie auf „Adaptereinstellungen ändern“ oder drücken Windows + R und geben „ncpa.cpl“ ein. Rechtsklicken Sie auf die neu erstellte VPN-Verbindung und öffnen die „Eigenschaften“.
- Unter „Sicherheit“ wählen Sie im Dropdown bei „VPN-Typ“ L2TP/IPsec. Für „Datenverschlüsselung“ wählen Sie „Erforderlich“ (deaktivieren, wenn keine Verschlüsselung vorhanden). Klicken Sie auf „Erweiterte Einstellungen“ und aktivieren Sie „Gemeinsamen Schlüssel für die Authentifizierung verwenden“ mit dem entsprechenden „Schlüssel“.
- Schließen Sie die Einstellungen mit „OK“ ab. Um das VPN zu starten, klicken Sie auf das Netzwerksymbol in der Taskleiste, wählen Ihre VPN-Verbindung und klicken auf „Verbinden“. Geben Sie bei Bedarf Ihre Anmeldedaten erneut ein und bestätigen.
- Prüfen Sie die Verbindung: Während des Verbindens sehen Sie „Verbindung zu [ausgewählter VPN-Server] wird hergestellt“. Falls Probleme auftreten, prüfen Sie VPN-Typ und Schlüssel. Bei erfolgreichem Verbindungsaufbau erscheint die VPN-Verbindung als „Verbunden“ in der Netzwerkübersicht.
Damit sind die Basiseinstellungen abgeschlossen. Sie können künftig einfach über das VPN-Symbol die Verbindung steuern. Sobald die Verbindung aufgebaut ist, wird Ihr gesamter Netzwerkverkehr über den VPN-Server geleitet. Um die Verbindung zu prüfen, können Sie unter Windows das Kommando „tracert 8.8.8.8“ in der Eingabeaufforderung nutzen.
VPN unter Ubuntu einrichten
Mit einer VPN-Verbindung auf Ihrem GNU/Linux Ubuntu-System können Sie blockierte Websites öffnen und an gesperrten Online-Spielen teilnehmen. Folgen Sie unserer Anleitung, um die benötigten Pakete zu installieren:
- Aktualisieren Sie die Paketinformationen und installieren Sie das L2TP-Plugin für NetworkManager mit den Befehlen: „sudo apt update“ und anschließend „sudo apt install -y network-manager-l2tp network-manager-l2tp-gnome“.
- Richten Sie eine neue VPN-Verbindung ein: Klicken Sie auf das Netzwerksymbol oben rechts auf dem Desktop, wählen „Einstellungen“. Wechseln Sie zur Registerkarte „Netzwerk“ und klicken Sie auf das „+“ neben „VPN“, um eine neue VPN-Verbindung anzulegen.
- Wählen Sie das Tunneling-Protokoll L2TP aus.
- Geben Sie die VPN-Serverdaten sowie Ihren Benutzernamen und das Passwort ein, die Ihnen bereitgestellt wurden. Klicken Sie im Passwortfeld auf das Usersymbol und wählen „Passwort nur für diesen Benutzer speichern“.
- Konfigurieren Sie IPsec: Klicken Sie auf „IPsec-Einstellungen“ und aktivieren Sie „IPsec-Tunnel zu L2TP-Host aktivieren“. Geben Sie den „Vorabgeteilten Schlüssel“ ein, den Sie vom Benutzerzugang erhalten haben. Wechseln Sie zu „Erweitert“ und setzen Sie „Phase1-Algorithmen“ auf „3des-sha1-modp1024“.
- Legen Sie die „Phase2-Algorithmen“ auf „3des-sha1“ fest. Bestätigen Sie mit „OK“.
- Fügen Sie eine Route im Tab IPV4 hinzu: Scrollen Sie zu „Routen“ in der Registerkarte „IPV4“ und tragen Sie die benötigten Routen ein. Klicken Sie auf „Hinzufügen“ zum Speichern.
Das war’s – die VPN-Konfiguration ist abgeschlossen. Prüfen Sie abschließend, ob die VPN-Verbindung aktiv ist.
Fazit
Sie wissen nun, wie Sie Ihr VPN je nach Betriebssystem auf dem Computer einrichten und können diese Schritte eigenständig durchführen. Ein wichtiger Punkt zum Schluss ist die sorgfältige Wahl des VPN-Servers, denn davon hängen Funktionalität, Stabilität und Zuverlässigkeit Ihrer Verbindung ab. Deshalb empfehlen wir, sich zunächst das VPN vom Service „Individual VPNs“ anzusehen. So sichern Sie sich das beste Angebot in Bezug auf Preis, Leistung und Benutzerfreundlichkeit – ganz ohne Risiko! Außerdem laden wir Sie ein, unsere Partnerprogramm kennenzulernen.